Ruhpolding (655 m ü. M.), ist mit seinen 6500 Einwohnern ein großes, romantisch verträumtes Dorf in Oberbayern, das Natur pur zu jeder Jahreszeit bietet. Ruhpolding ist bedeutender Tourismusort im Chiemgau, in den Chiemgauer Alpen und auch im ganzen bayerischen Alpenraum. Außerdem hat die Gemeinde nationale und internationale Bedeutung im Wintersport durch das Biathlonzentrum und den alljährlichen Biathlon - Weltcup.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Buchschachen stammt aus dem Jahr 924. Das Gut Ruhpoldingen wird um 1193 zum ersten Mal erwähnt. Seit 1585 wurde im Gemeindegebiet Erz abgebaut. 1882 wurden die 1818 gegründeten Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell zu einer politischen Gemeinde vereinigt. 1895 wurde die Eisenbahnlinie nach Traunstein eröffnet. Die von Carl Degener (1900–1960) initiierten Pauschalreisen (damals in Sonderzügen) führten nach dem Zweiten Weltkrieg in Ruhpolding zu einem regelrechten Tourismusboom. Mitte der 1950er Jahre lagen die Übernachtungszahlen bei 600.000. 1991 war der bisherige Rekord: 1.122.732 Übernachtungen.

Sehenswürdigkeiten

  • - St. Georg (kath. Pfarrkirche) Kirchberggasse 9, 83324 Ruhpolding. Erbaut durch den Hofbaumeister Gunezrhainer von 1738 bis 1754 auf einem Hügel über dem Dorf; Rokokoausstattung, romanische Madonna aus dem 12. Jahrhundert;
  • - Schlosskapelle, Schloßstraße 2, 83324 Ruhpolding. Erbaut 1587, besonders sehenswert ist der Renaissance-Tabernakel.
  • - St. Valentin. Im Jahre 1450 erstmals erwähnt und ältestes Bauwerk in Ruhpolding, sehenswert sind das Netzgewölbe und die Fresken im gotischen Chor;
  • - Johanneskirche (ev.) Christl-Probst-Straße 19, 83324 Ruhpolding. 1952 gebaut und geweiht.
  • - St. Sebastian (Schützenkapelle).
  • - Herzogliches Schloss (Schützenkapelle). Erbaut 1587 als "Herrenhaus" unter Herzog Albrecht IV, Sitz des Heimatmuseums;